Podcaststatistiken sinnvoll auswerten
Shownotes
Für nur wenige Wissenschaftspodcaster*innen sind Abrufstatistiken eine Quelle der Freude. Sie zu ignorieren, bringt aber auch nicht weiter. Also schauen wir sie uns einmal gemeinsam an. Und suchen Antworten auf unsere Fragen als Podcastende.
Wobei schon die scheinbar einfache Frage „Wie viele Menschen hören meinen Podcast?“ gar nicht so leicht zu beantworten ist. "Downloads", "Hörer*innen" und "Abonnent*innen" messen unterschiedliche Dinge. Und was der Hostingdienst anzeigt, ist nur ein Teil dessen, was sich über einen Podcast herausfinden lässt.
Diese Folge zeigt, welche Zahlen sich ohne großen Aufwand nutzen lassen, warum der Vergleich mit dem eigenen Podcast oft hilfreicher ist als der Blick auf Durchschnittswerte und welche zusätzlichen Informationen Spotify und Apple bereithalten.
Themen
- Was mit Downloads, Hörer*innen und Abonnent*innen gemeint und gemessen wird
- Umgang mit den Zahlen, die der Hostingdienst zur Verfpgung stellt
- Wie sich Podcastfolgen sinnvoll miteinander vergleichen lassen
- Welche zusätzlichen Einblicke Apple und Spotify ermöglichen
- Wie sich aus Podcaststatistiken redaktionell nützliche Hinweise ableiten lassen
Episodenformat: Erklärstück
Gestaltungsmittel in dieser Episode:
- Einstieg über eine Zahl / Zahlen als wiederkehrendes Motiv
- Das "Du" als Ansprache und Erzählperspektive
- Drei Leitfragen statt langer Erklärblöcke
- Beispiele, Szenarien, Analogien
- Kontraste und Perspektivwechsel
- ToDos am Ende
Hinweis:
Diese Folge wurde von keiner Hostingplattform und keinem Streamingdienst gesponsort. Die Beispiele in dieser Folge habe ich gewählt, weil sie mir zugänglich sind.
Podcastfolge, die zum Thema dieser Episode passt:
Kleine Dinge, große Wirkung - Mit Sticker, Tasse und T-Shirt für den eigenen Podcast werben
Creative Commons
"Science goes Podcast" ist lizenziert unter einer Creative Commons 4.0 International License:
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Feedback, Fragen und Vorschläge bitte an: sgp@christiane-zwick.de
Mehr zur Podcasterin und Trainerin: https://christiane-zwick.de
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Transkript anzeigen
00:00:03: ScienceGoes Podcast Ideen und Tipps für alle, die über Wissenschaft podcasten.
00:00:09: Mit Christiane Zwick Du hast einen Wissenschaftspodcast!
00:00:17: Du recherchierst, fürs Interviews schneidest, veröffnest ein Folge nach der anderen Und irgendwann öffnest du die Statistik.
00:00:27: Dir springt eine Zahl entgegen, sagen wir, dreiund siebzig.
00:00:56: Um es gleich zu sagen, Einheitliche Messungen und stichfeste Auswertung sind von Podcaststatistiken kaum zu erwarten.
00:01:05: Anders als zum Beispiel, wenn man TV-Serien auswertet beim öffentlich rechtlichen Rundfunk – und selbst dort bleiben Fragen offen!
00:01:13: Es gibt auch keine zuverlässigen Podcastcharts über verschiedene Plattformen hinweg.
00:01:18: Gezählt und gelistet wird trotzdem.
00:01:21: Und im Idealfall entfalten Zahlen und Rankingpositionen Werbewirkungen.
00:01:27: Bis es soweit ist, kannst du das Wachstum deiner Hörerschaft miterleben.
00:01:31: Und du kannst von einer Woche auf die Andere nach oben kommen – zum Beispiel in der Kategorie wissen!
00:01:37: In dieser Folge klären wir wie Abrufstatistiken gelesen werden und welche Fragen sie vielleicht beantworten.
00:01:43: Die beliebten Podcast-Rankings und ihre Aussagekraft betrachten wir in einer der nächsten Episoden.
00:01:50: Zurück zum Moment, indem das Analyticsfenster aufgeht und dir ein paar Informationen entgegenspringen.
00:01:57: Zahlen haben Macht, das spürst du sofort.
00:02:00: Dreiundsiebzig Download sind es also nicht das was zu dir erhofft hast?
00:02:05: Du fragst dich nach dem ersten Schrecken, hm... Sind dreiundsieben sich vielleicht doch gut?
00:02:12: Ich würde sagen ja, dreiundsebzig können eine gute Nachricht sein und Es ist gut dass du dir die zahlen jetzt anschaust Auch wenn du gerade das Gefühl hast Dass alle anderen Wissenschaftspottkast mehr HörerInnen Haben, du bleibst tapfer.
00:02:27: Richtig gelesen können die Zahlen dir einiges verraten.
00:02:31: Sie können dir zeigen, ob Menschen den Podcast finden.
00:02:35: Welche Folgen sie interessieren?
00:02:37: Ob sie wiederkommen und teilweise sogar, ob sie nach drei Minuten wieder verschwinden.
00:02:43: Beginnen wir mit den Zahlen auf die du ohne Umstände zugreifen kannst – eben in deinem Hostingservice!
00:02:49: Ich nehme Podigy als Beispiel.
00:02:51: Hier liegen meine Podcasts und von hier werden sie auf Streaming-Plattformen verteilt.
00:02:57: Wenn ich in Prodigy die Analytics für meinen Podcast öffne, stoße ich auf drei Zahlen.
00:03:02: Die zunächst ziemlich selbsterklärend aussehen – Downloads und Streams, Hörerinnen und Hörern, Abonnentinnen und Abonenten.
00:03:11: Leider sind sie nur so lange selbst erklärend bis man wissen möchte was sie bedeuten!
00:03:17: Für einen Podcast oder ein Streaming müssen von einer Episode genug Daten abgerufen werden um mindestens sechzig Sekunden abzuspielen.
00:03:27: Wiederholte Aufrufe der selben Episode auf demselben Gerät, werden dabei gruppiert.
00:03:33: Sinnvoll!
00:03:34: Aber warum passt das nicht zu den gezellten Hörerinnern?
00:03:38: Nehmen wir an – mein Podcast käme in einem Monat auf Tausend Downloads und Streams.
00:03:44: Dann bedeutet es nicht ich hätte tausend Hörerinnen denn die werden anders gezählt.
00:03:50: Vereinfacht gesagt versucht das System anhand von IP-Adresse und verwendetem Programm oder Gerät dem User-Agent einzelne Nutzer zuzuordnen.
00:04:02: Hört ihr selbe Person an einen Tag zwei deiner Episoden, kann das zwei Abrufe ergeben – aber nur ein Hörer!
00:04:10: Deswegen sind Downloads und Hörerininnen nicht deckungsgleich.
00:04:13: Und die dritte Zahl, die Follower oder Abonnentinnen?
00:04:17: Auch die wird nicht einfach irgendwo ausgezählt.
00:04:21: PartyG z.B.
00:04:22: schätzt die Zahl der Abonnentinnen anhand der Menschen, die den Podcast über längere Zeit über den Feed abrufen – sie ist eine Teilmenge der HörerInnen.
00:04:32: Das bedeutet dann?
00:04:34: Tausend Downloads, sechshundert Hörerinnen, zweihundfünfzig geschätzte Abonnantinnen.
00:04:40: drei Zahlen Drei Erhebungswege und Zuordnungen.
00:04:45: So weit klar?
00:04:46: Welche Zahl ist nun für dich interessant?
00:04:49: Das könnte jede der drei sein.
00:04:52: Wenn die Zahlen der Downloads und Streams einzelner Episoden, die Zahl der Hörerinnen deutlich übersteigt hören vielleicht viele deine Podcast-Folgen in die Etappen – das hieße sie bleiben dran!
00:05:05: Das kann aber auch heißen, die Folgen sind zu lang um Sie auf einmal anzuhören.
00:05:11: Ein mögliches Indiz für die negative Deutung und ein Anlass nachzukorrigieren wäre es wenn eine abnehmende Hörerinzahl zu verzeichnen wäre Und es gäbe noch ein stärkeres Indiz dafür, die Durcherquote.
00:05:25: Dazu gleich!
00:05:27: Was wird noch geboten?
00:05:29: Eine Kurve.
00:05:30: Das Abruf-Chart.
00:05:32: Natürlich wünschst du dir – ich wünsche mir das auch – dass die Linie aufwärts verläuft.
00:05:37: Das Sitz zu drinnen von Börsenschalz und so.
00:05:40: Von unten links nach oben rechts.
00:05:43: Und wir sind zufrieden.
00:05:45: Stattdessen bilden sich Zacken ab rauf und runter.
00:05:48: Genauer gesagt, die Kurve zeigt vielleicht abwärts?
00:05:54: Das wäre ganz normal.
00:05:55: Denn der Monat, der dir angezeigt wird ist der laufende und das Veröffentlichungsdate um der letzten Folge ist wahrscheinlich ein paar Tage her.
00:06:04: Am Release-Tag zeigt sich meistens der größte Ausschlag denn wenn die Folge frisch raus ist steht sie oben im Podcast wie deine HörerInnen Und es braucht nur einen Klick um sie runter zu laden oder abzuspielen.
00:06:18: Später müssen am Thema Interessierte in den Bereich mit den abonnierten Podcasts gehen oder einen heißen Tipp bekommen, um diese Folge auszuwählen.
00:06:34: Der erste Vergleich.
00:06:50: Sind es in diesem Monat mehr Abrufe als im letzten?
00:06:55: Ich rate mal, es sind weniger!
00:06:58: Das war nicht schwer, denn am Strand und in den Bergen wird das Handy eher einmal zur Seite gelegt was den Sommerknick in der Kurve erklärt.
00:07:08: Bei Wissenschaftspodcast findet dieser Knick auch mal im September oder Oktober statt wenn das Semester beginnt und alle schwer beschäftigt sind.
00:07:18: Lass uns vom Modus des Überraschenlassens an denen das Fragenstellens wechseln.
00:07:23: Du willst die Statistik ja nutzen für die Entwicklung deines Podcasts?
00:07:27: Ich schlage folgende Fragen vor.
00:07:29: Erstens, wie entwickelt sich mein Podcast?
00:07:32: Zweitens, welche meiner Folgen werden besonders häufig abgerufen?
00:07:36: und drittens kommen die Hörerinnen wieder!
00:07:40: Frage zwei und drei helfen uns für unser Thema die Richtung zu finden, die die Menschen interessiert.
00:07:47: Zur Frage eins Wie entwickelt sich mein Podcast?
00:07:51: Wir sind immer noch auf der Seite mit der Apo-Statistik beim Hostingservice.
00:07:55: Wenn du wie ich einen eher günstigen Vertrag hast, sind die Zahlen des gesamten Zeitraums in dem es den Podcast gibt nicht zugänglich.
00:08:04: Um die Entwicklung über einen längeren Zeitraum – beispielsweise ein Jahr nachzuvollziehen – da hilft nichts!
00:08:10: Musst du Screenshots machen oder siehst wieder Teil runterladen.
00:08:15: Immerhin das wird angeboten.
00:08:17: Am besten machst du das immer in den letzten Tagen des Monats.
00:08:21: Dann kannst Du vergleichen und schauen, was sich getan hat!
00:08:25: Was Du im Hinterkopf behalten kannst – was Du hier in dieser Abrufstatistik siehst ist nicht der Abruft der aktuellen Folge allein.
00:08:32: Dafür müsstest Du in die Episodenübersicht wechseln.
00:08:35: zu dieser Folge.
00:08:37: In den ersten achtundvierzig Stunden nach Veröffentlichung bewegt sich hier am meisten.
00:08:43: Zurück in die Gesamtstatistikt der Abrufe Am Ende des Monats siehst du, die Zahl der Gesamtabrufe ist höher als jede aktuellen Folge.
00:08:53: Denn in diesem wie in jedem anderen Monat – und das ist die gute Nachricht – wurden auch ältere Folgen abgerufen.
00:09:00: Das ist bei wenigen anderen Online-Medien so!
00:09:03: Wer dein Kanal neu entdeckt und denkt super gefällt mir.
00:09:08: schaut nach was es noch so gibt von dir.
00:09:11: Und so entstehen auch die starken Anstiege und Abfälle in der Kurve Denn da haben sich möglicherweise ein paar neue Zuhörende durch mehrere Folgen gewinnt.
00:09:21: Oder du warst gerade auf einer Konferenz und hast Podcastaufgeber verteilt!
00:09:26: Nebenbei, das solltest Du wirklich tun – es lohnt sich.
00:09:30: Dazu gibt's übrigens eine eigene Science-Guss-Podcast-Folge.
00:09:33: Kleine Dinge große Wirkung heißt sie Und wenn Du meinem Tipp folgst und diese Folge abrufst sehe ich das in den Zahlen.
00:09:40: Ich bin gespannt So.
00:09:43: Wir haben fleißig gescreenshotted oder regelmäßig die CSV-Datei mit den Abrufzahlen heruntergeladen.
00:09:50: Der Download, der in der Podcaststatistik angeboten wird, wird dann per Mail zugesandt.
00:09:56: Diese Datei kannst du jetzt in die KI deines Vertrauens laden und in Form bringen lassen – vielleicht in eine hübsche Grafik?
00:10:04: Das Auge liebt nun mal Farben genauso wie Zahlen!
00:10:08: Und jetzt endlich bildet sich das erhoffte Wachstum ab…
00:10:12: Richtig?!
00:10:13: Wobei?
00:10:14: ein Download oder Abruf ist nicht dasselbe wie ein tatsächliches Anhören.
00:10:19: Ja, das muss ich an dieser Stelle sagen!
00:10:22: Die IAB-Messstandards basieren bei Podcasts weitgehend auf Server Requests.
00:10:28: Tatsächliches Abspiel und Hörverhalten lässt sich nur dort befassen wo Plattformen entsprechende klientsäutige Daten liefern.
00:10:37: Wir sind immer noch beim Thema Downloads & Streams.
00:10:41: Die Summe der Downloads meint die abgeschlossenen Downloads und die Streams bedeuten direkt abgespielte Plays.
00:10:50: In den Statistiken werden sie immer zusammengezählt und können nicht getrennt ausgelesen werden, da auch Streams-Downloads in Häppchen sind.
00:10:59: Eine Bitte vergleiche deinen Wissenschaftspotcast jetzt nicht mit einem erfolgreichen Unterhaltungspottcast sondern zunächst einmal mit sich selbst – und erwarte zu Beginn keine großen Sprünge!
00:11:12: Eine größere Erhebung der Podcast-Marketingacademy kann zu Jahrtausenddreiundzwanzig auf ein medianes Wachstum von eins Komma sechs zwei Prozent pro Monat im Median.
00:11:24: Grundlage waren Podcasts, die mindestens einen Jahr veröffentlicht hatten und für zwölf Monate Download Zahlen lieferten.
00:11:31: Diese Rechnung zur Folge kannst du bei fünfhundert abrufen im nächsten Monat mit einem Plus von acht rechnen also fünfhundertacht Abrufen wenn das Thema dasselbe Interesse hervorruft und der Interview-Gast ähnlich bekannt ist.
00:11:46: Es hängt eben auch vom Inhalt ab!
00:11:49: Frage zwei Welche meiner Folgen werden besonders häufig abgerufen?
00:11:55: Auch hier gilt Vergleiche nicht eine drei Jahre alte Folge mit einer, die gerade erschienen ist.
00:12:01: Sinnvoller ist beispielsweise wie viele Abrufe hatten meine letzten zehn Folgen jeweils dreißig Tage nach Veröffentlichung?
00:12:09: Vielleicht entdeckst du dann, dass bestimmte Themen besonders gut funktionieren oder bestimmte Gäste oder bestimmter Titel.
00:12:17: Oder Du entdecksst überhaupt nichts!
00:12:19: Aber vielleicht in einem halben Jahr und wenn Du trennend oder gefragtet Themen entdext, halt sie fest.
00:12:25: Ich habe da so eine Powerpoint, in der ich die Entwicklung von Science Goes Podcast nachzeichne oder nette Mails zum Podcast sammle.
00:12:35: Am Ende des Jahres erfreue ich mich daran.
00:12:37: Winkt mit dem Soundfall?
00:12:39: Ich mochte auch die Weltkarte, die mir zeigte, dass meine Podcasts auch in Kanada-, Indien- und Australien gehört werden.
00:12:48: Aber die ist jetzt nur noch ein teurerer Abo dabei!
00:12:51: Frage drei – kommen Menschen wieder?
00:12:55: Dafür können die Zahl der HörerInnen, die geschätzten Abonnentinnen und je nach Statistikpaket weitere Angaben zur Hörereloyalität Hinweise liefern.
00:13:06: BodyG selbst bietet inzwischen unterschiedliche Analytics-Funktionen, je nach Tarif.
00:13:12: Nicht alle Auswertungen stehen deshalb jedem Podcast zur Verfügung.
00:13:16: Kleine Zwischenfrage an dich – lohnt sich der Blick auf die Zahlen schon?
00:13:21: Wenn du gerade erst eine zweite Folge draußen hast, zieht daraus noch keine großen Schlüsse.
00:13:27: Dein Gast zum Beispiel kann seine Folge stark verbreitet haben!
00:13:33: Dein Thema kann zu einer aktuellen Diskussion passen.
00:13:36: Eine Folge wird irgendwo empfohlen.
00:13:38: Bei kleinen Zahlen schlägt jede zusätzliche Person statistisch kräftig aus, na klar!
00:13:43: Trotzdem schau von Anfang an hin – nicht um sofort zu urteilen sondern um dir eine Vergleichsbasis aufzubauen.
00:13:51: Nach ein paar Folgen kannst du erstmals folgen gegen einander halten.
00:13:56: nach ein paar Monaten zeichnet sich vielleicht eine Richtung ab und je länger dein Podcast läuft desto spannender wird die eigene Zeitreihe.
00:14:05: Es ist ein bisschen wie an der Börse, wo du aufs jeden Tag auf den Kurs schauen nur solltest du nicht jeden Tag das Geschäftsmodell wechseln.
00:14:13: Also kommen die Hörerinnen wieder!
00:14:17: Hier stößt dein Hostel an seine Grenzen.
00:14:20: Nehmen wir an, du stellst fest deine neue Folge wurde dreihundertmal abgerufen mehr als die letzte.
00:14:27: Schön Aber jetzt willst Du mehr wissen?
00:14:30: Haben die Leute wirklich zugehört?
00:14:32: bis zum Ende.
00:14:35: Sind Sie schon beim Intro ausgestiegen oder haben sie noch fünf Minuten gedacht?
00:14:39: Sehr interessant, höre ich später weiter.
00:14:43: Hier hört die klassische Hostingstatistik auf!
00:14:46: Mein Hoster sieht vor allem das Audio-Dateien ausgeliefert wurden.
00:14:50: Spotify und Apple dagegen sehen innerhalb ihrer eigenen Apps das Höheverhalten – und das Gute daran ist diese Zahlen bekommst du auch wenn dein Podcast ganz woanders liegt.
00:15:02: Fangen wir bei Spotify an….
00:15:04: Dafür gibt es Spotify for Creators.
00:15:07: Liegt dein Podcast zum Beispiel bei Podigy, kannst du ihn dort beanspruchen und bekommst anschließend die Spotify-eigenen Analytics zu sehen.
00:15:16: Beansprochen heißt?
00:15:17: Du erklärst dass du der Host die Hostin bist!
00:15:20: Und schon wieder die Frage was wird eigentlich gezählt?
00:15:24: oder genauer was wird aktuell gezählt?
00:15:27: Spotify hat nämlich seine Definition im Juni.
00:15:31: Ein Play zählt jetzt, wenn eine Episode mindestens dreißig Sekunden angehört wurde.
00:15:38: Erinnerst du dich noch an Fordigy?
00:15:40: Sechzig Sekunden!
00:15:41: Spotify, Dreißig sekunden.
00:15:43: Ein Play ist also nicht automatisch ein Play.
00:15:46: Das ist ungefähr der Moment in dem Klarwett warum es den Beruf Podcast StatistikerIn eigentlich geben müsste.
00:15:52: Aber Spotify liefert noch mehr Folge im Menü diesen Fahrt Impressions, Plays, Completion.
00:16:01: Hier erfährst du, wie oft wurde deine Episode Menschen auf Spotify gezeigt.
00:16:06: Wie oft wurde daraus ein Play?
00:16:09: Und wie weit wurde dann die Episode gehört?
00:16:12: Damit lassen sich plötzlich andere Fragen stellen.
00:16:15: Sehen viele Menschen deine Episode aber kaum jemand startet sie Dann lohnt einen Blick auf Thema Titel oder Cover Starten.
00:16:25: Fehler Bleiben aber nur wenige.
00:16:28: Dann schau dir die Episode selbst an.
00:16:30: und bei Apple Dort heißt das ganze Apple Podcast Connect.
00:16:35: Auch hier kannst du deinen bereits veröffentlichen Podcast verwalten und bekommst anschließend Apple eigene Analytics, und Apple zählt wieder anders.
00:16:44: Listeners sind Geräte auf denen mehr als Nullsekunden einer Episode abgespielt wurden.
00:16:50: Engaged Listener sind Menschen bzw.
00:16:53: Geräten auf denen mindestens zwanzig Minuten oder mindestens vierzig Prozent an der Episode angehört wurden.
00:17:01: Und dann gibt es noch Plays sowie die Average Consumption, den Anteil der Episode, der im Schnitt abgespielt wurde.
00:17:10: Apple hatte selbst einen naheliegenden Anwendungsfall – mit diesen Daten lässt sich prüfen ob HörerInnen zum Beispiel ein Intro überspringen!
00:17:19: Jetzt wird aus der Statistik langsam ein redaktionelles Werkzeug.
00:17:24: Dass die Frage «Wird mein Podcast von immer mehr Menschen gehört nicht die allerbeste ist?» sehen wir vielleicht an diesem Vergleich Hier mir.
00:17:32: Folge A hat nach dreißig Tagen fünfhundert Abrufe, Folge B nur dreihundertfünfzig.
00:17:39: Ja da könnte man ja sagen a gewinnt aber vielleicht hören bei Folge b die Menschen länger zu!
00:17:46: Vielleicht hat sie mehr neue Hörerinnen gebracht?
00:17:48: Vielleicht wird sie noch in einem halben Jahr gesucht und gefunden.
00:17:52: Vielleicht erreicht sich genau die Fachcommunity für die du diesen Podcast überhaupt machst.
00:17:58: Dann heißt die interessantere Frage Was wollte ich mit dieser Folge erreichen und welche Zahl kann mir etwas darüber sagen?
00:18:05: Wir kommen zum Schluss.
00:18:07: Was kannst du jetzt tun?
00:18:09: Erstens vergleiche deine letzten Folgen jeweils nach demselben Zeitraum, zb die Abrufe dreißig Tage nach Veröffentlichung.
00:18:18: Zweitens schau dir die Entwicklung über mehrere Monate an – nicht jeden Ausschlag sondern Richtung.
00:18:26: Drittens Stell eine Frage, die dein Hoster nicht beantworten kann.
00:18:31: Hören die Menschen lange zu?
00:18:33: Kommen sie wieder!
00:18:35: Wie werden Sie aus Spotify auf Deine Folgen aufmerksam?
00:18:38: und dann schau gezielt bei Apple oder Spotify nach.
00:18:41: Mehr musst du gar nicht tun wenn Du deinen Monitoring jetzt gerade beginnst.
00:18:46: Ich wünsche dir Toytoytoy für deinen Podcast.
00:18:51: Das war Science Goes Podcast.
00:18:54: Links zur Folge siehst Du in den Show Notes Und meine Workshops zu Lehr- und Wissenschaftspodcasts findest du unter christiane-zwick.de.
00:19:05: Wenn Du Fragen hast, schreib mir gerne!
00:19:07: Bis zur nächsten Folge.